FAQ für Überweiser und Patienten

Hier in den frequently asked questions erhalten Sie noch mehr Informationen, die für Sie interessant und hilfreich sein können.


Überweiser-FAQ


Was passiert nach der Überweisung zum Endo-Überweiser?

Zuerst erfolgt immer ein intensives Anamnese-, Befundungs- und Diagnosegespräch mit dem Patienten. In diesem Gespräch geht es um die Erfolgschancen, um die Kosten/Nutzen Analyse und die Planungsschritte bei der weiteren Behandlung. Ihre genauen Angaben und Wünsche telefonisch oder auf dem Überweisungsformular sowie Röntgenbilder (gerne zusätzlich auch ältere) sind natürlich sehr hilfreich.

Der Behandlungsumfang selbst richtet sich nach der klinischen Situation und Ihren Wünschen. Falls notwendig erfolgt zunächst ein präendodontischer Kompositaufbau, ggf. auch die Abnahme der Krone und/oder eine chirurgische Kronenverlängerung. Gerne können Sie diese vorbereitenden Schritte bereits durchführen, ansonsten machen wir dies für Sie.

Entspannt erfolgt dann die Durchführung der Wurzelbehandlung, vollständig unter dem Operationsmikroskop. Unsere technische Ausstattung und unser Knowhow ermöglichen auch komplexeste Eingriffe. Wichtige Schritte werden fotodokumentiert. Nach abschließender Versiegelung der Kanaleingänge und dem schmelz-/dentinadhäsiven Aufbau mit papierweißem Core für eine spätere prothetische Versorgung erfolgt die Rücküberweisung des Patienten an Sie.

Die endodontische Behandlung und die prognostische Einschätzung werden in meinem Abschlussbericht abgebildet, den Sie zusammen mit den Röntgenbildern und klinischen Fotos von mir erhalten. Sollte sich der Patient in laufender prothetischer Behandlung befinden, dann können diese Informationen - wenn nötig - am gleichen Tag telefonisch besprochen werden.

 

Ich behandele selbst sehr gut und habe den neuesten Endomotor!

Viele Kollegen arbeiten genau wie unsere Überweiser auf einem hohen zahnärztlichen Niveau. Dies sichert Ihnen zufriedene Patienten, nimmt aber auch viel Zeit in Anspruch. Jeder, der konsequent und umfassend behandelt und dazu noch eine Praxis zu führen hat, weiß wohl, wovon ich spreche. Auch die Aufklärung des Patienten und die rechtliche Absicherung erfordern heutzutage mehr Zeit und Aufmerksamkeit (Stichwort Patientenrechtegesetz): Zeit, die für eine aufwändige mehrstündige Wurzelbehandlung häufig fehlt.

Die Primärbehandlung eines Molaren nimmt mindestens zwei bis drei, eine Revision gerne vier und noch mehr Stunden in Anspruch. Auch sechs Stunden kommen vor. Diese Zeit haben die wenigsten Zahnärzte „übrig“. Ohne Mikroskop kann die Arbeit auch extrem frustrieren, vor allem, wenn eine Perforation auftritt oder Kanäle nicht gefunden werden.

Sowohl einzelne Kronen als auch komplexe, zeitintensive und umfangreiche Sanierungen hängen von der Qualität der Pfeilerzähne ab. Der Stellenwert der präzisen, mikroskopisch kontrollierten einzelnen Behandlungsschritte und die Anforderungen bei einer antibakteriellen Behandlung sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen dies. Dazu kommen viele Fälle, die nicht mehr "nur" konventionell zu lösen sind, bspw. 

- das Auffinden des vierten, fünften oder sechsten Kanals in Molaren

- Revisionen (Guttapercha, Resilon, Thermafil u.a.)

- Metall-, Glasfaser- und Zirkonstiftentfernung (ja, manchmal gelingt sogar das!)

- Interne und externe Resorptionen

- Apexifikationen

- Fragmententfernung, abgebrochene Feilen

- Perforationen, Via falsa 

- Mikroskopische Endochirurgie usw.

            

Warum soll diese Arbeit nicht jemand anderes für mich erledigen? Jemand, dem das Spaß macht! Der das täglich macht!

Ja, warum eigentlich nicht. In den USA und der Schweiz ist das Überweisen von Patienten seit vielen Jahren Usus. Auch hierzulande etabliert sich zunehmend eine hochwertige Überweiserkultur, insbesondere für Endodontie. Mit dem richtigen Partner ist dies eine Zusammenarbeit, ein Teamwork au-af höchstem Niveau. Ihre Patienten werden einzig für diesen Eingriff zum Endodontologen überwiesen. 

Ihre Patienten erhalten für den Zahn eine bestmögliche Therapie, die dem aktuellen endodontischen Standard (ESE-Richtlinien) entspricht. Die Erfahrung zeigt, dass die Patienten das Engagement ihres Hauszahnarztes sehr schätzen, sich so für ihre Zahnerhaltung einzusetzen. Der Vorteil für Sie besteht darin, dass der Zahn optimal für Ihre Folgetherapie vorbereitet ist.

   

Ich hab die Feile, die alles kann.

Die Einführung der reziprok arbeitenden Instrumente sorgt bis heute für einen „Begeisterungsboom“ bei vielen Zahnärzten, da diese Instrumente einen großen Teil der „Arbeit“ abnehmen und scheinbar vereinfachen. Laut Hersteller braucht man nur noch eine Feile für die perfekte Endo. Maximal 2 Feilen. Und in vielen Fällen stimmen die Ergebnisse anscheinend auch. 

Drei Punkte dazu:

1.) Kanäle sind nicht rund und nicht gerade. Nie. Keiner. Und keine Feile kann hexen, das belegen Micro-CT-Untersuchungen eindrucksvoll, bspw. die von Dr. Frank Paqué.

2.) Der Hauptgrund, warum wir mechanisch aufbereiten, liegt darin, dass wir adäquat lange mit Natriumhypochlorid spülen können. Diese "Desinfektionszeit" wird i.d.R. bei nur einer Feile sehr deutlich unterschritten.

3.) Man kann nur behandeln, was man sieht und kennt. Wer einmal durch ein OP-Mikroskop geschaut hat, weiß, wovon ich rede. Die meisten Behandlungen sind ohne Mikroskop nur mit Einschränkungen möglich. 

In der Vereinfachung liegt daher ein großes Risiko. Die komplexe Anatomie der menschlichen Zähne und ein teilweise ausartendes Bakterienspektrum sorgen für eine anspruchsvolle Behandlungssituation.

  

Kosten/Nutzen-Analyse oder die Frage nach unseren Werten

Tatsächlich kann dieses Thema von zwei Seiten betrachtet werden. Zum Einen können rein finanzielle Aspekte Beachtung finden. Ich stelle mir meist Fragen wie diese:

Kann durch eine Wurzelbehandlung das Abschleifen gesunder Nachbarzähne für eine Brücke vermieden werden?

Kann aufwändiger Zahnersatz (z.B. eine Krone oder Brücke) durch die Wurzelbehandlung funktionsfähig erhalten werden?

Ohne Wurzelbehandlung muss der Zahn entfernt werden. Welche Kosten würden durch ein Implantat / durch eine Brücke entstehen, die sonst nötig wären?


Zum Anderen stellt sich die Frage nach der Wertigkeit im Leben. Was sind mir meine Gesundheit und mein Körper wert?

Ist mir die Erhaltung meines eigenen natur- und gottgegebenen Zahnes wichtig und bin ich bereit, Zeit, Energie und Geld zu investieren, um einen schwierigen oder schadhaften Zahn zu erhalten?

Möchte ich einen Teil meines Körpers einfach hergeben, kampflos?

Kann ein chirurgischer Eingriff vermieden werden?


Ich meine, zu kämpfen lohnt sich immer. Was denken Sie? 

 

 

Patienten-FAQ


Eine Wurzelbehandlung? Wieso das denn?

Bei Ihnen soll eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden? Für viele Menschen löst alleine das Wort Unbehagen aus.

Die Gründe, warum das Zahninnere behandelt werden muss, sind sehr unterschiedlich. Nahezu immer sind pathologische (=böse) Bakterien beteiligt, die eine Entzündung sowohl im Zahn als auch außerhalb des Zahnes verursachen. Die Ursachen sind meist tiefe Kariesstellen, Schmerzen und Unfälle. Oft ist der Zahn bereits behandelt und hat jetzt eine Entzündung (eine sog. apikale Aufhellung) unter der Wurzel.

Die konsequente Entfernung dieser Mikroorganismen ist ein wichtiger Teil der modernen Wurzelbehandlung. Doch es geht um weit mehr als das! Viele Patienten haben Angst vor der Behandlung, vor Schmerzen. Sie wollen keinen chirurgischen Eingriff, ohne alles andere vorher probiert zu haben. Hierbei können wir Ihnen helfen!

Die Alternativen? Die Entfernung des Zahnes oder eine Wurzelspitzenamputation (meist fälschlicherweise).

     

Wieso werde ich von meinem Zahnarzt zu jemand anderem geschickt?

Ihr Zahn soll Ihnen möglichst lange von maximalem Nutzen sein. Dazu ist es immens wichtig, dass alle Faktoren des Zahnerhaltes bei der Erstuntersuchung berücksichtigt werden. Im Einzelnen handelt es sich um die noch vorhandenen Hartgewebestrukturen des Zahnes, den Kieferknochen, das Zahnfleisch und den Biss (Okklusion und Kiefergelenke). Diese ganzheitliche Untersuchung und Einschätzung ist notwendig, da eine Fehlbelastung bei einem geschwächten Zahn zu irreparablen Schäden führen kann.

Vielen Patienten mit Beschwerden, die zu mir kamen, ist Folgendes widerfahren: Ihr Zahnarzt konnte die ersten Beschwerden lindern, doch dann „schickte er sie zu jemand anderem“.  

Ein anderer Teil der Patienten merkte überhaupt nichts, hatte keine Schmerzen, konnte alles beißen, war zufrieden – bis auf einem Röntgenbild eine große Entzündung sichtbar wurde. Manchmal aus Zufall. Doch der Hauszahnarzt konnte den Zahn nicht behandeln, sie wurden zu einem Wurzelspezialisten geschickt.

"Wieso macht mein Zahnarzt das? Kann er oder will er mich nicht behandeln?"

Falls Sie sich hier wiedergefunden haben sollten, dann wissen Sie zumindest, dass es bereits vielen Patienten vor Ihnen so ergangen ist. Nun, warum also machen Ihr Zahnarzt oder Ihr Kieferchirurg das denn? Die Antwort ist ganz einfach:

Weil Sie, lieber Patient, Ihrem Zahnarzt sehr wichtig sind! 

Lassen Sie mich näher darauf eingehen. Das höchste Gut, das wir haben, ist unsere Gesundheit. Der Erhalt und/oder die Wiederherstellung unserer Gesundheit, unserer Körperintegrität, hat oberste Priorität. Dass dies manchmal anstrengend und schwer sein kann, weiß jeder, der dauerhaft abnehmen wollte, ein Laster aufgegeben hat oder sich zum regelmäßigen Joggen zwingen muss. 

Ihr Zahnarzt möchte auch, dass Sie wieder ganz gesund sind. In seinem Fachbereich kann er sich dafür einsetzen. Dabei helfen ihm Kooperationen und sein Netzwerk an Spezialisten um ihn herum, wie bspw. der Kieferchirurg, der Kieferorthopäde und der Endodontologe.


„Aber eine Wurzelbehandlung kann nicht so schwer sein, und früher war das auch nach 30 Minuten erledigt“

War früher denn wirklich  alles besser? Lassen Sie mich dazu nur etwas ausholen. Die Natur schafft wundervolle und geheimnisvolle Dinge, jeden Tag. Um manche Geheimnisse (bspw. durch Fotografie im Tierreich) zu entschlüsseln, müssen wir uns in diesem Bereich sehr gut auskennen, evtl. früh aufstehen und die geeignete Ausrüstung dabei haben. Und - wir brauchen Zeit, Zeit und Geduld. Nur dann werden wir unser Ziel erreichen und zufrieden sein. Auch andere werden mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Diese Voraussetzungen gelten auch für die Arbeit eines Endodontologen. Auch hier begegnen wir jeden Tag einem der vielfältigsten Wunder der Natur: dem Zahn und seinem Innersten. So ähnlich sich manche Zähne von außen auch sehen, die interessante, umfangreiche und architektonisch hochkomplexe Struktur des Zahninneren, des Zahnnervbereiches, bedarf sehr individueller Zuwendung.

Diese Zuwendung, das Einstellen auf die jeweilige individuelle Situation und die darauf ausgerichtete perfekte Behandlung ist Ziel unserer Arbeit. Dabei helfen uns langjährige Erfahrung, modernste technische Hilfsmittel, stetige Fort- und Weiterbildung im In- und Ausland sowie der Wunsch der Patienten nach Zahnerhaltung.

Und Zeit.

Diese Zeit nehmen wir uns sowohl beim ersten Kennenlernen und der eingehenden gründlichen Untersuchung als auch bei der eigentlichen Behandlung. Diese Behandlung erstreckt sich meist über zwei oder drei Termine.

Selbst danach endet unser Engagement für Sie nicht. Regelmäßige Nachuntersuchungen des von mir behandelten Zahnes mit anschließender umfangreicher Information des überweisenden Zahnarztes sind selbstverständlich. 

     

Was muss ich als Patient tun, wenn mich mein Hauszahnarzt oder Chirurg zum Endodontologen schickt?

Nehmen Sie zuerst Kontakt mit der Praxis Dr. Malte Kück - Praxis Zahnerhaltung - auf und vereinbaren einen Termin bei mir. Die Kontaktdaten finden Sie auf dem Überweisungsträger oder im Menü oben unter „Kontakt". Sie können auch hier klicken. Bitte teilen Sie uns bereits am Telefon mit, wie es Ihnen geht.

Wenn Ihr Zahnarzt Röntgenbilder gemacht hat (oder ältere vorliegen), wird er sie Ihnen mitgeben. Fragen Sie ihn sonst danach. Je nach Situation fertigen wir ebenfalls ein strahlungsarmes digitales Röntgenbild an, ggf. auch in einer zweiten Ebene (ihr Zahn ist dreidimensional und vielfältiger, als es ein flaches Bild widerspiegeln kann). Bei komplexen Situationen können wir ein 3-D-Bild von Ihrem Zahn erstellen (ein sogenanntes DVT).

Nach der Untersuchung erfolgt die Beurteilung der Behandlungsfähigkeit, der Erfolgschancen, die Kosten/Nutzen-Analyse und die Planung der weiteren Behandlung. Sie erhalten schriftlich einen ausführlichen Kostenplan, den Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können.

 

Die Behandlung selbst

Sie ist fast immer viel entspannter, als Sie annehmen. Sie werden auf Wunsch über jeden Schritt und jedes Geräusch informiert. Die Behandlung verläuft für Sie also ohne Überraschungen. Eventuell möchten Sie eine Sedierung oder eine Vollnarkose - das besprechen wir alles im Vorfeld. Sie können vor der Behandlung ganz normal essen und trinken. Für maximale Beschwerdefreiheit erhalten Sie eine normale Zahnbetäubung.

Ihr Zahn erhält eine (schonende) Spritze. Häufig wird die alte Füllung entfernt und durch eine spezielle bakteriendichte Füllung ersetzt. Dann wird unter Kofferdam isoliert das Zahninnere gereinigt und mit einem Medikament versorgt. In der nächsten Sitzung erfolgt nach abschließender Versiegelung der Kanaleingänge und der Abschlussfüllung mit einem stabilen Kunststoff die Rücküberweisung an Ihren Hauszahnarzt. 

Den Abschlussbericht (die Zusammenfassung der endodontischen Behandlung und die prognostische Einschätzung) zusammen mit den Röntgenbildern und den klinischen Fotos erhält Ihr Zahnarzt von mir.